Einladung BlaulichtGottesdienst 2017

Wir laden dich ein zum 11. ökumenischen BlaulichtGottesdienst 2017

 

am 17.11.17 um 19 Uhr

in der St. Christopheruskirche in Werne

Kirchhof 14 - 59368 Werne

"ICH bin gerufen ..."

Gerufen - Wozu? Von wem? Warum ich?

Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei, des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerks und der Rettungsorganisationen sind am Freitag, dem 17.November um 19 Uhr, zum elften ökumenischen BlaulichtGottesdienst in die St. Christophoruskirche in Werne eingeladen. In dem etwas anderen Gottesdienst, der um 19 Uhr beginnt, lautet in diesem Jahr das Thema: „ICH bin gerufen…“. Wenn der Melder piepst, die Sirene heult, die Großschadenslage sich ereignet, sind wir gerufen zu helfen und für Menschen da zu sein, egal aus welcher Organisation wir kommen. Wie reagieren wir, wenn wir gerufen werden? Wie der schwerhörige Opa, wie die pubertierende Jugendliche, die aufstehen soll und liegen bleiben möchte, wie der Patient, der ins Sprechzimmer des Zahnarztes gerufen wird und eine spontane Heilung erlebt? Und viel zu oft werden wir gerufen, wenn wir eigentlich so gar keine Zeit haben, weil die Tochter von Papa ins Bett gebracht werden soll, weil ich in der Wanne liege, weil ein wichtiges Gespräch mit meiner Frau ansteht. Und dennoch ICH bin gerufen, hinzugehen, zu tun was ich gelernt und geübt habe, da zu sein und Sicherheit zu geben, meine Gabe ist meine Aufgabe. Wenn nicht ich, wer dann? Wenn nicht jetzt, wann dann?

Neben der Beschäftigung mit diesen Themen wird in der Kirche Raum sein für das Gedenken an Menschen, die aus diesem Leben abgerufen wurden, viel zu früh, viel zu plötzlich, zu krank, durch Unfälle und Terror, durch Krankheit oder weil die Kräfte schwanden. Und wir können an verschiedenen Stellen in der Kirche auftanken, um gemeinsam wieder für Menschen tätig sein zu können.

Die Notfallseelsorgenden aus dem Kreis Unna werden in diesem Gottesdienst erstmalig öffentlich berufen und beauftragt, die Tätigkeiten eines Notfallseelsorgenden im Kreis Unna auszuüben.

Das Notfallseelsorgeteam, so erläutert Willi Wohlfeil, besteht derzeit aus 20 haupt- und ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Seit mehr als 10 Jahren werden aber nicht nur Angehörige von Unfallopfern oder Verstorbenen unmittelbar vor Ort seelsorglich betreut. Die Notfallseelsorge versteht sich auch als ein wichtiges Angebot für die Einsatzkräfte selbst, die immer wieder mit schwierigen wie seelisch extrem belastenden Situationen während ihrer Einsätze konfrontiert werden. „Mit dieser besonderen Form des Gottesdienstes möchten wir den Einsatzkräften und uns die Möglichkeit geben, sich belastender Situationen zu erinnern, der verletzten und verstorbenen Menschen, die uns in Einsätzen begenet sind, zu gedenken und Orte der Kraft aufzusuchen, um den Dienst an den Menschen gemeinsam tun zu können.“ erläuterte Pfarrer Wohlfeil. „Als Helfer stoßen wir um der Menschen willen oft auch an unsere eigenen Grenzen. Dann tut es gut, über die Grenzen der Konfessionen, der Religionen, der Lebensweisen hinweg Dankbarkeit und gegenseitige Unterstützung und Anerkennung in und nach den Einsätzen zu erleben“.

Wenn Menschen leiden, so Wohlfeil weiter, muss man auch die eigenen Grenzen achten. „Unsere Arbeit gelingt nur, wenn wir einer Kette vertrauen, einer Menschenkette – die Rettungskette, die den Helfenden Vertrauen und Sicherheit im Einsatz schenkt.“ Dafür danken wir allen Einsatzkräften und Menschen in den Hilfsorganisationen. Und gemeinsam vertrauen wir darauf, dass Gott uns gerufen hat und mit uns ist im Einsatz für die Menschen und uns auch wieder herausführt.

Im Anschluss an den Gottesdienst laden die Notfallseelsorgenden ein zu einem Abend der Begegnung ins Feuerwehrgerätehaus. Dabei werden wir unterstützt vom Löschzug 1 Mitte der Feuerwehr Werne und vom DRK Werne, das für die Verpflegung sorgt..

Termine

Sonntag, 17.12. 9:30-13:30 Uhr
Gottesdienst im Advent

Bergkamen: Ev. Thomaskirche Willi Wohlfeil

Das Logo der Notfallseelsorge

Die Bedeutung

Der rote Kreis symbolisiert unsere Welt mit all ihren Nöten. Rot ist die Farbe des Bluts der vielen Verletzten und Getöteten, mit denen wir in den Notfällen zu tun haben.

 

Vor dem roten Kreis sehen wir das Sternenkreuz. Das Kreuz ist das universelle Symbol aller Christen. Es steht für unseren Glauben an die Auferstehung und an den Sieg von Jesus Christus über den Tod. Der Stern ist das Zeichen der Hoffnung.

 

Das Sternenkreuz reicht über den roten Kreis hinaus. Das bedeutet: Notfallseelsorge will in dieser Welt helfen, aber sie ist nicht in dieser Welt gefangen. Wir leben genau so in der anderen Realität und auf diese andere Realität hin, die all unser Wissen und Verstehen überschreitet: Gott.