Blaulichtgottesdienst 2016

"...wie eine Mutter tröstet" ist das Motto des BlaulichtGottesdienstes am Sonntag, dem 4. September um 10 Uhr auf dem Marktplatz in Schwerte.

Du sollst getröstet werden ... Trost brauchen wir. Egal ob Groß oder Klein, alt oder jung, Mann oder Frau, Feuerwehrmann, Rettungsschwimmer, Sanitäter oder Polizist.

Gott sagt "Ich will dich trösten, wie einen seine Mutter tröstet" Ja mehr noch Trost ist einer seiner Namen. Als Jesus sich von dieser Welt verabschiedete und gen Himmel fuhr liess er uns die Geistkraft des Trostes zurück, damit wir getröstet werden.

Aber es gibt den billigen Trost der nicht heilt sondern vertröstet: Wird schon wieder, alles Gut, hatte ich auch schon ...

Dieser Trost ist bei Gott nicht gemeint. Gott tröstet wie eine Mutter... Er hält mich fest, wenn alles Haltlos erscheint. Er verbindet mit einer neuen Welt in der es keine Tränen gibt. Er passt zu mir und meinem Leben. 

In diesem Jahr ist der Blaulichtgottesdienst der Auftakt zum Tag der Hilfsorganisationen "gemeinsam aktiv" in Schwerte. Feuerwehr Polizei, THW, DLRG, Malteser und DRK präsentieren an diesem Tag gemeinsam wie aktiv sie sind zum Schutz der Bürger in der Stadt Schwerte.

BlaulichtGottesdienst 2015

Dieses Plakat lädt zum BlaulichtGottesdienst 2015 ein

„Wer schreit lebt…“ 

Ein Baby schreit beim ersten Atemzug. Kindergeschrei vom Spielplatz – für manchen ein Ärgernis. Vom „Schrei vor Glück“ erzählt uns eine Werbung.

Patienten schreien vor Schmerzen. Kinder hören die Schreie der Eltern beim Streit. Die Polizisten hören die Schreie des gewalttätigen Ehestreits schon vor dem Haus. Ein eingeklemmter Autofahrer schreit: „holt mich hier raus, ich spüre meine Beine nicht mehr.“

Muslimische Frauen schreien und klagen, um ihrer Not und ihrem Mitgefühl Ausdruck zu geben.

Schreie begegnen uns überall. Schreie belasten Einsatzkräfte über den Einsatz hinweg. Schreien, klagen, rufen gehört zum Menschsein und wer schreien kann, findet ein Ventil für seine Gefühle, seinen Schmerz. Schreien lässt uns spüren, ich lebe!

 

„Wer schreit lebt!“

Unter diesem Motto fand der 9. Oekumenischen BlaulichtGottesdienst im „Schiefen Turm“ in Kamen statt.

Eingeladen waren nicht nur Einsatzkräfte der Feuerwehren, der Polizei und der verschiedenen Hilfsorganisationen, sondern auch alle Menschen, die sich ihnen verbunden fühlen oder vielleicht auch selbst einen „Notfall“ erlebt haben.

Der Blaulicht Gottesdienst war eine Oase, ein Ort der Stille, des Ausruhens, des Krafttankens und Innehaltens.

„Wer schreit lebt …“ Unter dieser Überschrift hat der Gottesdienst den Besuchern Mut gemacht vor Gott zu schreien, zu rufen, zu klagen. Um Belastendes loszuwerden. In der Tradition der Klagepsalmen haben die Gottesdienstbesucher erfahren, wer mit Gott lebt, darf schreien und kann bei Gott loswerden, was kein anderer hören will oder kann. Wer vor Gott schreit, ruft und klagt, lebt seinen Glauben. Diesen selbstverständlichen Teil unserer christlichen Existenz, haben wir in unserer von Verstand und Kontrolle geprägten Welt zum großen Teil verloren. Andere Kulturen und Religionen zeigen uns, in ihrer Art zu klagen, was wir noch lernen können.

Die Gottesdienstbesucher erwartet in der Kirche eine Klagemauer. Einen Ort an dem ich meine Klagen aufschreiben und loswerden kann.

 

Wer im Gedenken an einen lieben Menschen eine Kerze entzünden will, bekommt dazu eine Gelegenheit. Wer sich segnen lassen will bekommt dazu Gelegenheit in der Oase des Segens.

Die Predigt in dem Gottesdienst hielt der neue Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Unna Hans-Martin Böcker.

Nach dem Gottesdienst erwartete die Besucher ein Abend der Begegnung, des Gesprächs und der leiblichen Stärkung im Gemeindehaus. Das DRK Kamen hatte alles gut vorbereitet und so fanden viele Gespräche noch einen Ort.

Termine

Sonntag, 17.12. 9:30-13:30 Uhr
Gottesdienst im Advent

Bergkamen: Ev. Thomaskirche Willi Wohlfeil

Das Logo der Notfallseelsorge

Die Bedeutung

Der rote Kreis symbolisiert unsere Welt mit all ihren Nöten. Rot ist die Farbe des Bluts der vielen Verletzten und Getöteten, mit denen wir in den Notfällen zu tun haben.

 

Vor dem roten Kreis sehen wir das Sternenkreuz. Das Kreuz ist das universelle Symbol aller Christen. Es steht für unseren Glauben an die Auferstehung und an den Sieg von Jesus Christus über den Tod. Der Stern ist das Zeichen der Hoffnung.

 

Das Sternenkreuz reicht über den roten Kreis hinaus. Das bedeutet: Notfallseelsorge will in dieser Welt helfen, aber sie ist nicht in dieser Welt gefangen. Wir leben genau so in der anderen Realität und auf diese andere Realität hin, die all unser Wissen und Verstehen überschreitet: Gott.